Open Water Diver
Escuela del mar - Der Weg zum OWD – Open Water Diver – dem Internationalen Tauchschein
Schnuppertauchen war gestern. Heute heisst es pauken. Mindestens drei Tage, aufgeteilt in Theorie und Praxis und dann darf ich selbständig unter Wasser – wenn auch nicht alleine! Tauchen bleibt Teamsport – egal wie erfahren man ist.
Je nach Gusto kann der Schüler via Internet oder in der Tauchschule sich auf den theoretischen Stoff vorbereiten. Dazu gehört alles über die Ausrüstung und deren Gebrauch, Tauchphysik, die Planung von Tauchgängen und die Besonderheiten der Unterwasserwelt – von Wasserbedingungen bis zum maritimen Leben.
Nach dem Buddy – Check unter Aufsicht meines Instruktors geht’s ins Wasser, um das theoretisch Gelernte anwenden zu dürfen. Im Flachwasserbereich warten Herausforderungen. Ich soll den Atemregler herausnehmen, ihn wiedererlangen und ausblasen? Hört sich einfach an, aber kostet Überwindung. Jetzt noch in die Maske ein wenig Wasser einlassen, ausblasen über mehrere Steigerungen hinweg. Bis hin, dass die Maske ganz abgenommen werden muss. Wieder aufsetzen und ausblasen. Alles unter Wasser.
Gemeinsam geht’s dann tiefer und tiefer. Austarieren! Das Zauberwort des Tauchsports. Mit dem Inflator kann im Jacket herausgelassen oder hinzugegeben werden, um in jeder Tiefe gut austariert zu sein und an der Oberfläche sicher zu schwimmen. Gestern noch Anfänger – heute schon fast ein Profi.
An Land hört der Spaß auf. Jetzt wird aufgeräumt: Ablegen, Pflege und sachgemäßes Aufbewahren der Tauchausrüstung.
Erneuter Einstieg ins Wasser, Druckausgleich und im Buddyteam geht’s auf zu meinem ersten kontrollierten Abstieg – der Abstand zum Partner sollte nicht mehr als eine Armlänge sein.
Es macht Freude, sich frei im Wasser zu bewegen – zu schweben. Dabei wirke ich zunächst wie ein JOJO, oder einer, der sich nicht entscheiden kann, ob er runter oder rauf will. „Das passiert fast jedem“, grinst Tauchlehrer Mario, aber aller Anfang ist schwer. Doch er legt viel Wert darauf, um die Unterwasserwelt nicht zu beschädigen.
Tag zwei bricht an. Auffrischen des schon Gelernten und neue Übungen stehen im Vordergrund. Atmen aus der alternativen Luftversorgung wird genauso gelehrt, wie Abnehmen und Anlegen des Bleisystems oder das manuelle Aufblasen des Jackets mit dem Mund. Danach erfolgt die akkurate Versorgung der Ausrüstung. Dann wird es ernst: Theoretische Prüfung. Diese Hürde meistere ich mit Bravour. Zur Belohnung gibt’s noch einen Tauchgang (der dritte reguläre Tauchgang von insgesamt fünf, die bei den Petro Divers zum Erlangen des OWD Scheins nötig sind, um ein sicherer Taucher zu werden). In 12 Metern Tiefe sehe ich meinen ersten Barrakuda und genieße die mallorquinische Unterwasserwelt.
Am letzten Tag wird vertiefter auf Einzelheiten eingegangen, um mir die Sicherheit zu vermitteln die ich als frisch brevetierter Taucher haben sollte.
Einhellig sind die Pedro Divers der Meinung, dass ich reif für den großen Test bin.
Mein letzter Tauchgang des Kurses bricht an. Ausführliches Briefing, selbstständiger Zusammenbau der Ausrüstung, Buddy Check, routinierter Einstieg ins Wasser, kontrollierter Abstieg bis 18 Meter, austarieren, Buddy – System, Handzeichen, Kontrolle meiner Instrumente, natürliches navigieren und sicherer Aufstieg.
Mit meinem Tauchschein eröffnen sich mir neue Unterwasserwelten, aber dies ist erst der Anfang, denn es gibt noch reichlich zu lernen und Neues zu entdecken!














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