my love mallorca
Was ich an Mallorca liebe…
Mir fällt sofort ein Wort für die Insel ein: SCHÖN! Ich mag Mallorca einfach gerne. Ich habe zwar nie richtig Urlaub hier gemacht, bin jetzt aber bereits das zweite Mal beruflich hier. Mein letzter Besuch ist schon eine Weile her, das war 1998, da habe ich ein Hörbuch aufgenommen. Dieses Mal spiele ich in einer Ziegler-Produktion für die ARD mit, die wir im Nordosten der Insel, in Artà und bei Capdepera, drehen. Während des Drehs hatte ich Geburtstag und wurde 75. Zwar fand an meinem Geburtstag am 3. Juli unser Bergfest statt – die Hälfte des Films war abgedreht -, aber ich habe mich lieber mit meiner Frau Lilot abgesetzt, um in trauter Zweisamkeit zu feiern. Wir haben drei phantastische Tage in einem romantischen Hotel in Formentor verbracht, das war wunderschön! An einem anderen drehfreien Tag bin ich mit der historischen Eisenbahn nach Sóller gefahren, eine traumhafte Fahrt! Und noch etwas hat mich beeindruckt: unser Ausflug zum Torrent de Pareis, ein fast trockener Sturzbach, der in eine große Felsenschlucht in die Bucht von Sa Calobra mündet. Ein spektakuläres Naturerlebnis! Was gefällt mir noch? Eigentlich alles, die Stimmung beim Dreh mit Regisseur Wolf Gremm ist toll, auch wenn wir ein straffes Programm haben und an den drehfreien Tagen meistens unsere Texte lernen müssen, da bleibt leider kaum Zeit für Sightseeing. Aber wir lassen es uns gut gehen hier, das Essen schmeckt und Mallorca ist ein äußerst angenehmer Ort zum Arbeiten. Im Herbst muss ich beruflich nach Berlin und in diesem Zusammenhang fällt mir der Spruch unseres Kameramanns ein, wenn wir in diesen Tagen beim Drehen mal wieder über 30 Grad haben und ich in meiner Rolle als Anwalt Hemd, Krawatte, Hut, Weste und Jackett tragen muss: „Immer noch besser als ein Nachtdreh in Berlin bei Kälte!“
Das Interview wurde im Juli 2010 aufgezeichnet.
Der Schauspieler Charles Brauer wurde am 3. Juli 1935 unter dem Namen Charles Knetschke in Berlin geboren; 1952 nahm er den Geburtsnamen seiner Mutter an. Bereits mit 11 Jahren hatte er in dem Nachkriegsdrama „irgendwo in Berlin“ seine erste Filmrolle. Ab 1954 gehörte er 20 Jahre zum Ensemble des Deutschen Schauspielhauses in Hamburg unter Gustaf Gründgens. Besondere Bekanntheit erlangte er von 1986 bis 2001 in der Rolle des Hamburger Tatort Kommissars Peter Brockmüller – „Brocki“ – als singender „Swinging Cop“, wobei ihn Manfred Krug als Hauptkommissar Stoever auf der Mundharmoniker begleitete. 2001 bekam er für diesen Einsatz die Goldene Kamera. Weiterhin ist er aus Fernsehserien und als Stimme von Hörbuchvertonungen u.a. von Karl May Romanen und John Grisham bekannt. Als vielbeschäftigter Schauspieler steht er nach wie vor auf verschiedenen Bühnen, z.B. in Berlin und Hamburg. Mit seiner zweiten Frau, der Bühnenbildnerin Lilot Hegi, und seinem Sohn Jonas lebt er in der Schweiz in der Nähe von Basel.















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