Down Town Sa Catalina Viertel


Die Anwohner Santa Catalinas führten einst ein bescheidenes Leben. Sie lebten von der Handwerkskunst. Seemannsleute versorgten ihre Nachbarn mit frischem Fisch. Bis 1960 fuhren etwa 30 Boote mit ihren Netzen aufs Meer hinaus. Frische Meeresfrüchte wurden früher wie auch heutzutage noch vom benachbarten ehemaligen Fischereiviertel „La Lonja“ zum Santa Catalina-Markt gebracht. Die Markthalle ist der Kern im alltäglichen Leben eines zum inzwischen „IN“ avancierten Viertels. Sie verleiht dem Barrio mit seinem ganz eigenen Charme, das I-Tüpfelchen des besonderen Flairs.
Kunden und Geschäftsleute verschiedenster Nationalitäten kommen seit eh und je ins Santa Catalina-Viertel, dazu Aussteiger, Anwälte
Architekten sowie Künstler. Im Multi-Mix der Kulturen von Santa Catalina treffen Urlauber wie Mallorquiner von der ganzen Insel zusammen. Es ist eines der typischen Viertel de „Ciutat de Palma“. Die ersten Bewohner kamen um das Jahr 1250. Sie hatten sich in einer unscheinbaren Einsiedelei niedergelassen. Dort steht heute die Pfarrkirche „La Inmaculada Concepción“ im neuromanischen Stil, in der Calle Sant Magin. Ihr erster Stein zum Bau wurde am 18. August 1867 gesetzt. Eine andere Pfarrkirche „Virgen del Carmen“ steht in der Calle Antich. Das Meer grenzte früher direkt ans Viertel „Es Jonquet“, was früher der einstige Kern von Santa Catalina war, hinter der damals noch bestehenden Hafenklippe, dort, wo die hübschen Windmühlen stehen. – Eine Anekdote erzählt von zwei Jungen, die das Fliegen lernen wollten, dafür Regenschirme nahmen und sich an die Klippen stellten. „Plumps“ machte es. Sie fielen einfach von der Klippe hinab. Seemannsleute, Seilmacher und Müller lebten hier. Der Name hat seinen Ursprung aus dieser Region der „Juncales“, was so viel wie „Binsen“ bedeutet. Die Bebauung war schon damals niedrig, gerade mal bis zu zwei Stockwerken hoch, selten drei. Früher lebten Handwerker in Santa Catalina. Es gab zwei Schuhmacher, zwei Glasbläsereien, eine Tuch- und Kleider- und Teppichfabrik. In zwei Kinos konnten sich die Catalinenser die damals modernen Filme anschauen, zum Beispiel Hitchcocks „Vögel“, so erzählte mir der Besitzer einesColmado (Lebensmittelgeschäft) mit mallorquinischen Leckerbissen; er erinnerte sich gut, denn damals erlaubten sich ein paar Spaßvögel eine zum Film passend besondere Gaudi: Sie fingen Möwen und ließen sie während der Vorstellung ins Publikum flattern. Kulturelle Freizeitaktivitäten gibt es viele, so im Mar i Terra – Espai de Cultura“. Schon 1898 wurde der Verein „Mar i Terra“ gegründet. Es war schon damals ein Verein zur Freizeitgestaltung. Diesen Charakter hat er noch heute. Das Gebäude wurde inzwischen restauriert. Einheimische kommen wie einst, um sich an kulturellen Aktivitäten wie Theater, Vorträgen oder mallorquinischen Tänzen, wie z. B. dem „Ball de Bot“, zu erfreuen. Fröhlich-aktiv geht es im „Centro Cultural“, in der Calle Sobrepasats zu. Silvia Cuevas vom Kulturzentrum erzählt, dass 1500 Catalinenser hier an Kursen teilnehmen, seien es Informatik- Koch-, Tanz- oder Mal- und Zeichenkurse. Ältere Generationen gehen in die Calle Ferro zum Verein der „Guten Freunde“,














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