Clínica Veterinària
Vierbeiner auf dem Behandlungstisch
Mops, Miez, Maus – alle müssen sie zum Doktor.
Óscar, Gorka und Yolanda versorgen in der Tierklinik Maioris verletzte und kranke Tiere mit Herz und Seele.
Dieser Arbeitstag beginnt ruhig. Tiermediziner Óscar zeigt mir Röntgenbilder von Knochenbrüchen und Fotos von chirurgischen Eingriffen an Hunden. Oh Graus – Schon kommen zwei Bulldoggen, eine ist acht Jahre alt, die andere acht Monate. Óscar schaut in ihre Gehörgänge, holt Dreck heraus und legt ihn auf Glasblättchen zur späteren Diagnose.
Nun gibt es was hinter die Ohren: Liebste Küsschen vom Doggenbesitzer sollen Trost spenden. Die Hunde haben es nämlich faustdick in den Ohren: eine Infektion. Das ist ein chronisches Problem. Die Doggen kommen jetzt alle 10-15 Tage zur Ohrenrevision.
Hundedame Raixa hatte im Müll gestöbert, erzählt ihre Besitzerin. Dabei ist ihr ein Knochen im Gaumen steckengeblieben. Der muss operativ entfernt werden. Gorka entfernt ein wenig Fell für die Injektion und Tierkrankenschwester Yolanda hält Raixa behutsam fest. In einen Katheter fließt etwas Blut der kleinen Raixa. Es fließt, weil die Spritze ein Beruhigungsmittel beinhaltet Valium zur Pre-Anästhesie. Das ist nicht Pflicht, aber besser um dem Tier Schmerz und Anspannung zu nehmen. Nach 15 Minuten leitet Gorka die Narkose für den operativen Eingriff ein, darauf folgt die Intubation. Dafür wird ein schmiegsamer Beatmungsschlauch über den Rachen vorbei an den Stimmbändern in die Luftröhre eingeführt. Während der Operation bekommt Raixa Sauerstoff und eine Inhalationsanästhesie. Beide Tiermediziner arbeiten harmonisch Hand in Hand. Zusammen legen wir sie nach dem Eingriff in einen der Käfige, wärmend in eine Decke eingewickelt. Wir wollen die Tiere unter Kontrolle haben, meist sind sie nach der Narkose völlig verwirrt und weinen.
Hündin Ikki ist sechs Monate alt. Mit ihrer Pfote ist sie nicht ganz auf dem Laufenden. Um zu erfahren, wo’s der Pfote drückt, tastet Tiermediziner Gorka sie sanft ab. Er vermutet, dass ein älterer Bruch dahinter steckt. Ein Pfotenverband scheint angebracht, auf einen weißen Verband folgt ein roter. Ikki sieht aus wie ein Hunde-Weihnachtsmann.
Kater Suquito, drei Monate alt, holt sich indessen seine Impfung gegen Katzenkrankheiten ab. Hinzu kommt ein Entwurmungsmittel, das ebenso wie Tropfen gegen Flöhe von der Haut absorbiert wird.
Draußen wartet ein verspielter Coker. Er bekommt seine Vorsorge gegen „Leishmaniosis“, eine Hunde-Krankheit, die von der Mücke Leishmania übertragen wird. Pancho, ein zweijähriger Calino, drängelt. Sein Besitzer vermutet eine Erkältung. Óscar diagnostiziert eine Gastritis und Blähungen. Pancho bekommt Medizin für den Magen, denn er muss sich manchmal übergeben. Der Calino soll die nächsten Tage Diät halten. Er hat Fieber und darf bis zum nächsten Tag nichts mehr fressen.
Zufrieden beenden wir den Arbeitstag um 20 Uhr. Sehr viel war nicht los, sagen Gorka und Óscar, denn viele Leute schauen Fußball. Und Gott sei Dank gab es an diesem Tag keine traurigen Tierschicksale, die einem das Herz rühren.
Telefon: 971 74 84 20, Urgencias: 653 666 077














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